Traditionelles Handwerk

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2008 hat der Bund das „Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes“ der UNESCO ratifiziert und sich damit verpflichtet, die Massnahmen zur Erhaltung des immateriellen Kulturguts zu festigen und zu stärken. Ein zentrales Element des Übereinkommens war die Schaffung eines Inventars, das für die Schweiz in der Form der Listen der Lebendigen Traditionen vorliegt.

Neben der beratenden Tätigkeit für das BAK wurde das Kurszentrum Ballenberg auch Partner des Amtes für Kultur des Kantons Bern, das die Erfassung des immateriellen Kulturerbes beim Kurszentrum Ballenberg in Auftrag gab. Die entstandene Sammlung kann als Liste der lebendigen Traditionen des Kantons Bern auf dem Internet eingesehen werden.

Das Fachwissen über traditionelle Handwerkstechniken ist einer der Bereiche, die mit dem UNESCO Übereinkommen erfasst werden. In diesem Zusammenhang haben die Bundesämter für Berufsbildung und Technologie BBT (heute SBFI) und für Kultur BAK ein Forschungsmandat vergeben, um die Grundlagen zur Erhaltung des traditionellen Handwerks in der Schweiz aufzuarbeiten. Beauftragt wurde Interface Politikstudien Forschung Beratung in Luzern – unterstützt durch das Freilichtmuseum und das Kurszentrum Ballenberg.

Als Teil dieser Bestandesaufnahme der traditionellen Handwerksberufe und -fertigkeiten in der Schweiz hat Interface gleichzeitig eine Datenbank geschaffen. Für jedes traditionelle Handwerk ist ein „factsheet“ erstellt worden, das unterschiedliche Informationen zu den einzelnen Berufen enthält: eine kurze Beschreibung des Berufs und der wichtigsten Tätigkeiten (zur Zeit erst bei den hoch gefährdeten Handwerksberufen und –techniken), in welchen Sprachregionen der Schweiz und von wie vielen Akteuren der Beruf noch ausgeübt wird, sowie Informationen zu Aus- und Weiterbildung. Im Auftrag des Bundesamtes für Kultur BAK wird nun die Datenbank aktualisiert und ergänzt. Den aktuellen Stand der Datenbank sehen Sie hier.