Wegmacher/in

Das Handwerk der Wegmacher[1], das heute in der Schweiz lediglich „on the job“ erlernt werden kann, war im deutschsprachigen Raum bis in das 20. Jahrhundert weit verbreitet. Bevor die Wegmacher durch Bauamtsmitarbeiter bzw. Strassenmeister der öffentlichen Verwaltung und Strassenbauer EFZ ersetzt wurden, waren sie für den Unterhalt der meist aus gepresstem Schotter und Kies bestehen­den Strassen zuständig.

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Mit der Asphaltierung der Strassen vor ca. 150 Jahren und dem darauffolgenden Siegeszug des Autos erübrigte sich allmählich das Handwerk der Wegmacher, zugleich allerdings entstand in der Bevölke­rung das Bedürfnis nach körperlicher Ertüchtigung sowie Erholung in der freien Natur und damit auch das Bedürfnis nach Wanderwegen. In der Schweiz erhielt 1979 das Wanderwegwesens sogar in der Bundesverfassung Einzug und 1985 wurde dieses auch im Bundesgesetzt über Fuss- und Wanderwege (FWG) geregelt. Um die Pflege und den Unterhalt der Wanderwege kümmerten sich fortan die haupt- und ehrenamt­lichen Wegmacher. Neben der Pflege der Wanderwege muss heutzutage auch das umfangreiche Netz von Wanderwegen digitalisiert werden. Dadurch können die Wanderwege effizienter verwaltet werden. Zudem können Wanderer die Routen besser nach ihren individuellen Ansprüchen auswählen.

 

[1] Für bessere Lesbarkeit wird nur die männliche Form verwendet. Alternative Schreibweise: Wegmacherin.

 

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Literatur

www.berufsberatung.ch → Eintrag Strassenbauer/in, abgerufen am 10.01.2019.

www.berufsberatung.ch → Eintrag Leiter/in Werkdienst, abgerufen am 10.01.2019.

www.trift.org → Eintrag Wegmacher, abgerufen am 10.01.2019.

www.wandern.ch → Eintrag Geschichte, abgerufen am 10.01.2019.


Gefährdung
Mittlerer Gefährdungsgrad
Verbreitung
ganze Schweiz
Ausführende
> 50
42 Tiefbau
4211 Bau von Strassen

Formalisierte Aus-/Weiterbildung

Handwerksberuf Nein

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