Brunnenbauer/in

Das Handwerk des Brunnenbauers[1] reicht weit in die Menschheitsgeschichte zurück. In Europa kann­ten bereits die alten Griechen, im 2. Jahrtausend v. Chr., ausgedehnte Brunnanlagen. Im Laufe der Jahrhunderte differenzierte sich der Brunnenbau stets aus, sodass heute diverse Methoden bekannt sind, wie z.B. Bohr-, Schlag– und Rammbrunnen. Während sich Letzter vielmehr für die Gartenbewäs­serung und eher kleine Häuser ohne Wasseranschluss eignet, dient der Bohrbrunnen häufig zur Beo­bachtung des Grundwasserspiegels und zur Untersuchung des Baugrundes sowie zur Gewinnung von Trinkwasser in Form von Zieh- bzw. Tiefbrunnen.

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Obwohl es heute in Europa zahlreiche Wege gibt um an sauberes Trinkwasser zu gelangen, ist die Handwerksbezeichnung Brunnenbauer bzw. Brunnenmeister im deutschen Sprachraum weiterhin gebräuchlich. So sind es heute in der Schweiz nach der Absolvierung eines sechsmonatigen Lehrgangs die Brunnenmeister für den Betrieb, die Überwachung sowie den Unterhalt von Wasserversorgungs­anlagen zuständig. Sie organisieren und führen auch Wasserzählerablesungen durch und leiten die dabei ermittelten Daten an die entsprechende Gemeindekanzlei weiter. Ferner gehört die Beaufsich­tigung der Magazine und Werkhöfe der Wasserversorgung und die Inventur der dabei vorhandenen Werkzeugen und Geräte sowie die Prüfung der neu erstellten Installationen ebenfalls zu den Aufga­ben von Brunnenmeistern. Weitere Aufgaben fallen im administrativen Bereich an, wie z.B. das Auf­stellen von Pikettplänen und das Verrechnen von Anschlussgebühren.

In Deutschland und Österreich weisen die Brunnenbauer bzw. Brunnen- und Grundbauer zwar einen ähnlichen Aufgabenbereich, dort hingegen besteht weiterhin die Möglichkeit im Rahmen einer drei­jährigen dualen Ausbildung das Handwerk zu erlernen.

 

[1] Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im weiteren Text nur die männliche Form verwendet. Alternative Schreibweise: Brunnenbauerin.

 

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Literatur

Baur Albert: Brunnen. Quelle des Lebens und der Freude. München & Wien 1989.

www.berufsberatung.ch → Eintrag Brunnenbaumeister/in, abgerufen am 10.09.2018.

www.aubi-plus.ch → Brunnenbauer, abgerufen am 10.09.2018.


Gefährdung
Hoher Gefährdungsgrad
Verbreitung
keine Angabe
Ausführende
keine Angabe möglich
42 Tiefbau
4221 Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau

Formalisierte Aus-/Weiterbildung

Handwerksberuf Nein

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