Bauten- und Objektbeschichter/in

Beim Handwerk des Bauten- und Objektbeschichters[1] handelt es sich um einen deutschen Lehrberuf. In Deutschland sind Bauten- und Objektbeschichter nach einer zweijährigen Ausbildung für die Ge­staltung der Innen- und Aussenflächen von Gebäuden und anderen Objekten zuständig. Dabei setz­ten sie meist Holz, Metall sowie Kunststoff und mineralische Baustoffe ein. Die Durchführung von Verputzarbeiten und das Verlegen der Decken-, Wand- und Bodenbeläge sowie die Montage von Dämmstoffen und Systemelementen gehört ebenfalls zu ihrem Tätigkeitsbereich. Bauten- und Ob­jektbeschichter finden in Deutschland vor allem im Maler- und Lackiererhandwerk, im Stuckateur­gewerbe und im Fassadenbau Beschäftigung.

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In der Schweiz ist das Handwerk des Bauten- und Objektbeschichters in diversen Berufsbezeichnun­gen enthalten, wie z.B. im Handwerk der Maler, Industrielackierer und Fassadenbauer. Des Weiteren besteht hierzulande die Möglichkeit eine dreijährige Ausbildung zum Oberflächenbeschichter EFZ[2] zu absolvieren. Daraufhin können sie unter anderem in Galvanik-Betrieben oder in Galvanik-Abteilungen von Unternehmen der Edelmetall-, Uhren-, Schmuck-, Leiterplatten- und Elektronikbranche sowie in Industriebereichen der Luft- und Raumfahrt, im Maschinen-, Schiffs- und Fahrzeugbau sowie im Ge­räte- und Apparatebau Anstellung finden. In den unterschiedlichen Branchen werden die Oberflä­chen von Werkstücken (z.B. Schrauben, Kurbelwellen, Ventile von Motoren, Uhren, Schmuck, Brillen) insbesondere zum Schutz vor Korrosion, zur Erhöhung der Verschleissfestigkeit und dem Härtegrad sowie zur Verbesserung der Leit- und Lötfähigkeit und zur Verschönerung, unter anderem mit Chrom, Zink, Nickel, Kupfer, Silber oder Gold beschichtet.

Informationen hinsichtlich der historischen Entwicklung des Bauten- und Objektbeschichterhand­werks können den Einträgen zu „Stuckateur/in, Maler/in, Industrielackierer/in, Fassadenbauer/in“ entnommen werden.

 

[1] Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im weiteren Text nur die männliche Form verwendet. Alternative Schreibweise: Bauten- und Objektbeschichterin

[2] Es besteht zudem die Möglichkeit zur Absolvierung einer Berufsprüfung "Oberflächenbeschichter/in BP"

 

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Literatur

Reiter Raimond: Altes Handwerk. Der Stuckateur. Hannover 1993, S. 94-97.

Lüthi Christian: Baugewerbe, in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), abgerufen am 30.07.2018.

www.berufsberatung.ch → Eintrag Stuckateur/in, abgerufen am 26.2.2018.

www.berufsberatung.ch → Eintrag Fassadenbauer/in, abgerufen am 28.08.2018.

www.berufsberatung.ch → Eintrag Oberflächenbeschichter/in EFZ, abgerufen am 28.08.2018.

www.berufsberatung.ch → Eintrag Oberflächenbeschichter/in BP, abgerufen am 28.08.2018.

www.arbeitsagentur.de → Eintrag Bauten- und Objektbeschichter, abgerufen am 28.08.2018.


Gefährdung
Geringer Gefährdungsgrad
Verbreitung
ganze Schweiz
Ausführende
> 50
43 Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe
433 Sonstiger Ausbau

Formalisierte Aus-/Weiterbildung

Handwerksberuf Nein

Kontakt

SSO Schweizer Stiftung für Oberflächentechnik 
Seilerstrasse 22
Postfach 5853
3001 Bern
Tel.: +41 31 310 20 12
E-Mail: info@sso-fsts.ch
www.sso-fsts.ch

 

 

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