2010

Der Stiftungsrat traf sich am 19. Januar, 10./11. Juni sowie 11. September 2010.

2010 stand ganz im Zeichen des „Prix Jumelles“, den wir im September bereits zum dritten Mal verleihen konnten. Unser Engagement für gutes Handwerk und erwachsenengerechte Vermittlung von handwerklichem Wissen wird damit zur Tradition.

Mit Genugtuung kann festgestellt werden, dass sich unser Preis nach wenigen Jahren unter den handwerklichen Gestalterinnen und Gestaltern schon sehr gut etabliert hat, stiess doch die drittte Preisausschreibung wiederum auf ein erfreulich grosses Echo. Insgesamt gingen dieses Jahr 63 Dossiers ein, die eine Fülle grossen Könnens im Schweizer Handwerk zeigen.

Die Fachjury – Ortrud Nicoloff, Matthias Haupt und Adrian Knüsel – sowie die beiden Stifterinnen sahen sich vor keine leichte Aufgabe gestellt, am 10. und 11. Juni die 18 Nominationen vorzunehmen.

In der Kategorie „L’intelligence de la main“:

  • Jérôme Blanc, Drechsler
  • Thomas Blank, Glasbläser
  • Mina Clavuot, Schriftenmalerin, Holzdruckerin
  • Alexander Curtius, Holzbildhauer
  • Caroline Felber, Modistin
  • Ilaria Ghezzi, Keramikerin
  • Rebecca Studer, Mariann Liechti und Zimi Kesselring, Tokushuu Holzschuhe
  • Ricarda Müller. Marketerie, Intarsien
  • Thomas Neeser, Fretsche Edelrecycling Velobau
  • Ernst Oppliger, Scherenschnitt
  • Chloé Peytermann, Keramikerin
  • Bernhard Roth, Volker Schreiber und Michael Wyssmann, Triplex Rohholzmöbel
  • Doris Schuhmacher, Gestricktes Papier
  • Ursula Suter, Filzgestalterin
  • Bernard Verdet, Flechter

In der Kategorie „Le transfert du savoir-faire“:

  • Martha Angehrn, Filz – ein Lehrmittel, Buchprojekt
  • Arnold Annen, André Bertholet, Violette Fassbaender und Barbara Herbener, Ausstellungsprojekt „vers un ailleurs“ Basel ’09
  • Thomas Inderbinen, Atelier für Blasinstrumentenbau

Mit grossem Engagement verstand es Adrian Knüsel, zusammen mit seinem kleinen tatkräftigen Team, innert kürzester Zeit die nominierten Arbeiten ausgezeichnet und in einem einmaligen Rahmen für zwei Tage auszustellen.

Was diese Zeit jedoch überdauern wird, ist das von Margret Omlin wunderschön gestaltete Heft zur Ausstellung, auf das wir immer und überall zurückgreifen können. Die Zeitschrift „Hand­werk“, herausgegeben vom Kurszentrum Ballenberg, ist unseres Erachtens nach wie vor das ideale Gefäss, um die Nominierten und ihre Arbeiten in Wort und Bild auf würdige Art und Weise vorzustellen und gleichzeitig als Ausstellungskatalog zu dienen.

Den Prix Jumelles 2010 erhielt

  • in der Kategorie „L’intelligence de la main“ der in Lavin tätige Flechter Bernard Verdet
  • in der Kategorie „Le transfert du savoir-faire“ Thomas Inderbinen, der in Buchs bei Aarau ein Atelier für Blasinstrumente betreibt.

Weitere Informationen zu den beiden Preisträgern finden Sie hier.

Am 11. September 2010 erlebten die Preisträger und die geladenen Gäste im Kurszentrum Ballenberg eine würdige Preisübergabe umrahmt mit dem eindringlichen Gesang des Vokaltrios Norn und einer Performance mit Georg Traber nach dem Festakt.