2008

1. Prix Jumelles

Für die Stiftung stand die Vergabe des „Prix Jumelles 2008“ dieses Jahr im Mittelpunkt. Mit Genugtuung konnten wir feststellen, dass die zweite Preisausschreibung auf ein erfreulich grosses Echo stiess.

Für den Preis „L’intelligence de la main“ gingen 59 Dossiers ein, für „Le transfert du savoir-faire“ zählte man 19. Sie decken ein grosses Spektrum dessen ab, was heute im Schweizer Handwerk realisiert wird. Die Palette reicht vom Silberschmieden über die Keramik bis zum Messermachen, vom Weben über Möbelschreinern bis zum Klöppeln.

Die Fachjury – bestehend aus Matthias Haupt, Adrian Knüsel und Ortrud Nicoloff – traf sich mit den beiden Stifterinnen in der ersten Junihälfte, um die Eingaben zu studieren. Gute zwei Tage waren nicht zu viel, um sich intensiv mit den allgemein ausgezeichneten Dossiers auseinanderzusetzen. Wie immer in gleichen Situationen wurde quasi einstimmig eine Anzahl von Dossiers ausgewählt oder ausgeschieden, weitere verlangten ausgiebige Diskussion und Auseinandersetzung. Nach Abstimmung wurden insgesamt 27 Kandidatinnen und Kandidaten (davon sind 21 Mitglieder von Form Forum Schweiz) zurückbehalten.

In der Kategorie „L’intelligence de de la main“ wurden nominiert:

  • Barbara Amstutz, Basel, Silberschmiedin
  • Heinz Baumann, Altstätten, Möbelschreiner
  • Doris Berner, Bern, Schmuckgestalterin
  • Yves Boucard, Lonay, Möbelmacher
  • Philipp Branschi, Solothurn, Messermacher
  • Margareta Daepp, Bern, Keramikerin,
  • Silja Eggenschwiler und Sytze Roos, Baden, Weberinnen
  • Marion Geissbühler, Konolfingen, Goldschmiedin
  • Isabelle Jakob-Müller und Barbara Schwarzwälder, Biel, Keramikerinnen
  • Marianne Kohler, Basel, Glasbläserin
  • Maria Lehner-Müller, Beatenberg, Klöpplerin
  • Brigit Naef, Zürich, Handbuchbinderin
  • Claudia Sara Neuburger, Goldschmiedin
  • Doris Schuhmacher, Mülligen, Textilgestalterin
  • Margret Schwab, Bern, Keramikerin
  • Brigitte Steinemann-Reis, Neuenkirch, Keramikerin
  • Monika Strasser, Zürich, Goldschmiedin
  • Fabienne Vuilleumier Gastaldi, Genève, Schmuckgestalterin
  • Ramon Zangger, Samedan, Möbelschreiner

In der Kategorie „Le transfert du savoir-faire“ wurden nominiert:

  • Pia Castiglioni, Basel, Stickkurse
  • Viktor Dittli, Zug, Publikation Werkspuren
  • Edwin Heim, Ascona, Ausbildung Handbuchbinderei
  • Hans Lüscher, Gontenschwil, Nachfolgeregelung Wagnerei
  • Ursula Müller-Hiestand, Zürich, Unterricht, Fachbücher Papiergestaltung
  • Bernard Verdet, Lavin, Kurse, Objekte, Lehrbuch Flechten mit Weiden
  • Barbara Wälchli Keller, Steinerberg, Ausbildung Weben
  • Martin Wallimann, Alpnach Dorf, Verlag Handdruckerei

Die Nominierten bekamen in diesem Jahr Gelegenheit, sich mit ihren Projekten im „Handwerk 2/08“ – der Dokumentation des Kurszentrums Ballenberg – zu präsentieren. Dieses Heft zur Ausstellung wird als umfassende Dokumentation erhalten bleiben.

Die auf zwei Etagen im Kurszentrum am 25. und 26. Oktober 2008 sehr schön ausgestellten Arbeiten der Nominierten boten handwerkliche Spitzenleistungen.

Den Prix Jumelles 2008 erhielten Margret Schwab in der Kategorie „L’intelligence de la main“ und Barbara Wälchli Keller in der Kategorie „Le transfert du savoir-faire“.

Weitere Informationen zu den beiden Preisträgerinnen finden Sie hier.

Die Übergabe des Prix Jumelles 2008 am 25. Oktober 2008, welche mit virtuosen Klängen des Akkordeonisten Marcel Oetiker begleitet wurde, gedieh zu einem Fest der Freunde guten Handwerks. Nach einem ausgedehnten Nachtessen beschloss ein minuziös vorbereitetes poetisches Feuerwerk den gelungenen Abend.

Mit der Veranstaltung „Prix Jumelles“ im Kurszentrum Ballenberg beabsichtigen wir, dass dieses zum Zentrum für die „gute Form“ in Gestaltung und Vermittlung wird. Die Fondation Jumelles liess sich den „Prix Jumelles 2008“ insgesamt CHF 43’285.60 kosten.

2. Ausstellungsmobil des Kurszentrums Ballenberg

Der im letzten Jahr gebaute mobile Stand kam dieses Jahr zweimal zum Einsatz:

BAM, Berner Ausbildungsmesse vom 29. bis 31 August 2008

Das Kurszentrum Ballenberg war erstmals an der Spezialausstellung Erwachsenenbildung der BAM 2008 vertreten.

Franz Kälin, der den Ausstellungsstand mit Anna Danz wiederum umsichtig betreute und Gürtel und Beutel als instant Workshop anbot, beurteilte im Nachhinein die BAM für das Kurszentrum Ballenberg eher als ungeeignet. Das Publikum ist überwiegend sehr jung und an Erstausbildung und Berufsbildung interessiert.

Die Fondation Jumelles übernahm die Kosten von CHF 9’559.80.

Herbstmärit Freilichtmuseum Ballenberg

Erstmals kam der mobile Stand auch am alljährlich stattfindenden Märit zum Einsatz.