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Prix Jumelles 2016 – Ausgezeichnet


Prix Jumelles 2016 – Ausgezeichnet auf dem Ballenberg:

Die sechste Verleihung des Prix Jumelles fand am 3.September 2016 bei schönstem Sommerwetter zum zweiten Mal auf dem Ballenberg, Freilichtmuseum der Schweiz, statt. Gleichzeitig wurde die Ausstellung mit den nominierten Arbeiten und Projekten in den einzigartigen Räumen des Gutshofes aus Novazzano eröffnet, die bis zum 31. Oktober 2016 dauert.
Pro Helvetia hat diese erneut mit einem namhaften Betrag unterstützt, den wir an dieser Stelle herzlich verdanken.

Der Prix Jumelles 2016 „L’intelligence de la main“ wurde der Goldschmiedin Marion Geissbühler zugesprochen:

Aufbauend auf dem traditionellen Schweizer Trachtenschmuck versteht es Marion Geissbühler innovativen eigenständigen Schmuck zu gestalten. Das Element des Druckes, unter dem die junge Goldschmiedin als Geschäftsführerin eines kleinen Familien-unternehmens im Generationenwechsel steht, kommt in den neuen Kreationen des gewalzten Schmuckes symbolisch prägnant zum Ausdruck.
Ausgezeichnet wird sie für ihre Arbeiten, die zwischen Respekt vor Tradition und unbekümmerter Jugendlichkeit pendeln. In diesem Spannungsfeld bringt sie überraschend Neues hervor.

Der Prix Jumelles 2016 für „Le transfert du savoir-faire“ ging an „Potsfink“:
Peter Fink
versteht sich als spartenübergreifender Keramiker und immer auch als engagierter Vermittler seines Handwerks.

Mit grosser Empathie bildet er als Lehrmeister Keramikerlehrlinge und Praktikanten aus und arbeitet mit professionellen Designern und freischaffenden Künstlern zusammen. Er setzt seine Energie und sein Organisationstalent auch für grosse Gemeinschaftsprojekte ein und beweist damit, dass Teilen sich langfristig immer positiv auswirkt.

Zusätzlich ergab sich für die Nominierten dieses Jahr die Chance, den ersten Prix MAGGS der LOEB AG zu gewinnen. Der Preisträger erhält die Möglichkeit, seine Arbeiten während sechs Monaten exklusiv in der Micro Galerie im MAGGS Bern, einem der Concept Stores von Loeb, auszustellen. Der Gewinner wird zudem mit einem Preisgeld von CHF 1’000.- unterstützt und erhält Werbeleistungen im Gegenwert von ebenfalls CHF 1’000.-.

Der Prix MAGGS wurde Eva Sarah Lippert verliehen:

Ausgezeichnet wird sie als Weberin, die Unikate schafft, die von Farbigkeit, Lebensfreude, Sinnlichkeit und künstlerischer Freiheit geradezu übersprudeln.

 

Jurybericht zur Nomination Prix Jumelles 2016:

Die Jury, bestehend aus

  • Meinrad Feuchter, Leiter Gestaltung Loeb AG, Bern
  • Matthias Haupt, Verleger, Bern
  • Adrian Knüsel, Leiter Kurszentrum Ballenberg
  • Ortrud Nicoloff, Galeristin, Yverdon-les-Bains
  • Barbara und Elisabeth Schürer, Co-Präsidentinnen der Fondation Jumelles, Bern
  • Beatrice Tobler, Mitglied der Geschäftsleitung Ballenberg, Freilichtmuseum der Schweiz

hat sich zur Nominationssitzung am 19. und 20. Mai 2016 im Kurszentrum Ballenberg getroffen.

Für die Kategorie „l’intelligence de la main“ sind 54 Dossiers eingegangen und 10 Bewerbungen sind für gute Vermittlung – „le transfert du savoir-faire“ eingetroffen.

Die Jury ist erneut beeindruckt von der mehrheitlich guten gestalterischen und inhaltlichen Qualität der Dossiers.Die Auswahl ist auch dieses Mal nicht leicht gefallen, umso mehr als überaus viele Bewerbungen aus dem Bereich Keramik/Porzellan eingereicht worden sind.

Nach lebhafter Diskussion hat die Jury aus den 54 Bewerbungen für gutes Handwerk –„l’intelligence de la main“– die folgenden 16 für den Prix Jumelles 2016 nominiert:

  • Caroline Andrin, Keramikerin, Brüssel/B
  • Irene Bernegger, Keramikerin, Bern
  • Thomas Blank, Glasbläser, Bern
  • Esther Brinkmann, Schmuckgestalterin, Genf
  • Markus Elmiger + Anna De Weerdt + Regina Thierstein, Treger, Hosenträger, Luzern, Meiringen
  • André Fasolin, Keramiker, Ziefen/BL
  • Marion Geissbühler, Goldschmiedin, Konolfingen/BE
  • Isabelle Jakob-Müller + Barbara Schwarzwälder, Lavabo Lavabelle, Biel
  • Florence Jaquet, Schmuckgestalterin, Enges/NE
  • Thomas Lampert, Kunst- und Bauschmied, Guarda/GR
  • Roger Lindauer + Stefan Reichlin, Schreiner, Steinen/SZ
  • Eva Sarah Lippert, Textilgestalterin, Hohentengen/D
  • Therese Müller, Keramikerin, Zürich
  • Chloé Peytermann, Keramikerin, Genf
  • Barbara Turtschi, Handweberin, Gerolfingen/BE
  • Tobias Walker, Möbelschreiner, Flüelen/UR

Aus den 10 Bewerbungen für gute Vermittlung – „le transfert du savoir-faire“ – sind die folgenden 4 für den Prix Jumelles 2016 nominiert:

  • Wollreich, Ruth Brog, Meiringen/BE
  • Swiss Silk, Ueli Ramseier, Hinterkappelen/BE
  • Swissceramics, Verband Schweizer Keramik, Lynn Frydman-Kuhn, Solothurn
  • Potsfink, Fink Peter, Ependes/FR

Es stehen für beide Kategorien je CHF 10’000 als Preisgeld zur Verfügung.

Zusätzlich ergibt sich für die Nominierten dieses Jahr zum ersten Mal die Chance, den Prix MAGGS der LOEB AG zu gewinnen.

Der Preisträger erhält die einmalige Möglichkeit, seine Arbeiten während sechs Monaten exklusiv in der Micro Galerie im MAGGS Bern – einem der Concept Stores von Loeb – auszustellen.

Der Gewinner wird zudem mit einem Preisgeld von CHF 1’000 unterstützt und erhält Werbeleistungen im Gegenwert von ebenfalls CHF 1’000.

Die Preisträgerinnen, die Preisträger werden am Samstag 3. September 2016 bestimmt und die Preisverleihung findet ab 17.00 Uhr im Gutshof von Novazzano im Freilichtmuseum Ballenberg statt.

Die Ausstellung mit allen nominierten Arbeiten und Projekten geniesst auch dieses Jahr Gastrecht im Gutshof von Novazzano im Freilichtmuseum Ballenberg, und dauert bis 31. Oktober 2016.

Die Ausstellung wird in verdankenswerter Weise erneut von Pro Helvetia unterstützt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in der Reihe Handwerk (Dokumentation des Kurszentrums Ballenberg).