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Prix Jumelles 2016 – Ausschreibung

2016 werden wiederum zwei, je mit CHF 10‘000.– dotierte Auszeichnungen vergeben:

  • Für das Werk – „L’intelligence de la main“ und
  • Für die Vermittlung – „Le transfert du savoir-faire“

Die Teilnahmebedingungen sowie weitere Informationen finden Sie in der Ausschreibung.

Die Beurteilungskriterien für die Nominierungen/Auszeichnungen finden Sie hier.

Mit diesem Formular können Sie sich für den Prix Jumelles 2016 anmelden.

Jurybericht Prix Jumelles 2014: Mit Begeisterung weitere Preise gesprochen!

Auf dem Gelände des Freilichtmuseums Ballenberg, im Gutshof von Novazzano erlebten die geladenen Gäste am 6. September 2014 bei strahlendem Wetter und stimmiger Atmosphäre eine vielfach überraschende Preisverleihung. Das Vokaltrio NØRN und der Performer Georg Traber, der während den Reden und den Preisübergaben sehr konzentriert einen Leiterwagen zu einer erstaunlichen Sanduhr umbaute, bildeten den festlichen Rahmen zur fünften Preisübergabe.

Für die Kategorie „L’intelligence de la main“ sind 62 Dossiers, für „Le transfert du savoir-faire“ 15 Dossiers eingegangen.

Die Jury ist begeistert von der hohen gestalterischen und inhaltlichen Qualität der eingesandten Dossiers. Sie zeigen eindrücklich, was im Schweizer Handwerk heute möglich ist. Die Auswahl fiel nicht leicht, die Entscheidungen erfolgten aber immer einstimmig.

Aus den 62 Bewerbungen für gutes Handwerk „L’intelligence de la main“ wurden folgende 14 Handwerker und Handwerkerinnen für den Prix Jumelles 2014 nominiert:

• Maria Pia Amabile, Modedesign, Schneiderin
• Barbara Amstutz, Silberschmiedin
• Christine Aschwanden, Keramikerin
• Heinz Baumann, Möbelschreiner
• Daniela Beer, Ledermodedesignerin
• Doris Berner, Schmuckgestalterin
• Jérôme Blanc, Drechsler
• Nando Crivelli, Messermacher
• Anne de Haas, Weberin
• Valérie de Roquemaurel, Glasbläserin
• Nathalie Heid, Keramikerin
• Beat Lüthi, Schreiner
• Brigit Naef, Buchbinderin
• Sara Spirig, Keramikerin

Der Prix Jumelles 2014 „L’intelligence de la main“ wird der Silberschmiedin Barbara Amstutz zugesprochen.

Laudatio:
Die Silberschmiedin Barbara Amstutz präsentiert eine gut entwickelte und gereifte Weiterführung ihrer hochwertigen Silberschmiedearbeiten. Inspiriert von Kirchengewölben führt sie uns einen variantenreichen Formen- und Materialkanon vor. Im Weiteren ist die Jury beeindruckt von der ganz speziellen Ausstrahlung ihrer Objekte.

Aus den 15 Bewerbungen für gute Vermittlung „Le transfert du savoir-faire“ sind folgende 4 Projekte für den Prix Jumelles 2014 nominiert:

• DesignSchenken, Franziska Bründler
• Werkspuren, Viktor Dittli und Team
• Flechtwerk und Textilgestaltung, Monika Künti
• Wagnerei, Simon Oehrli und Hans Lüscher

Der Begriff der Vermittlung, le transfert du savoir-faire, wurde durch die eingesandten Projekte in seiner Interpretationsbreite etwas vergrössert, indem nachweisbar erfolgreiches Unterstützen im Bereich der Produktevermarktung ebenfalls berücksichtigt wurde.

Der Prix Jumelles 2014 „Le transfert du savoir-faire“ geht an „Werkspuren“, die führende Schweizer Fachzeitschrift für den Gestaltungsunterricht.

Laudatio:
Viktor Dittli als Chefredaktor mit seinem kompetenten und äusserst engagierten Redaktionsteam versteht es, seit Jahrzehnten ein bezüglich Inhalt, Didaktik und grafischer Gestaltung hochstehendes Printprodukt zu konzipieren, das zum wichtigsten und vielfältigen Impuls- und Ratgeber für den praxisorientierten Unterricht von Werklehrerinnen und Werklehrer geworden ist. Die Jury ist beeindruckt von dieser konsequenten und nachhaltigen Aufbau- und Vermittlungsarbeit.

Für beide Kategorien stehen je CHF 10’000 als Preisgeld zur Verfügung.

Die Jury hat anlässlich der fünften Preisverleihung und um den Kontext und die gute Qualität der eingereichten Arbeiten zusätzlich hervorzuheben, gleich zwei weitere Preise verliehen:

Der aussergewöhnliche Prix de reconnaissance von CHF 5’000 geht an Heinz Baumann.

Laudatio:
Als Möbelschreiner präsentiert Heinz Baumann ein vollkommenes, variantenreiches, umfassendes Werk, das allen Kriterien standhält. Er pflegt ein inniges Verhältnis zum Holz als lebendiges Material.

Einen weiteren zusätzlichen aussergewöhnlichen Prix d’encouragement von CHF 2‘000 erhält Valérie de Roquemaurel.

Laudatio:
Valérie de Roquemaurel, eine junge Gläsbläserin aus der Romandie, verwendet raffinierte, zeitgenössische Ornamentik auf ihren grossen, mundgeblasenen, klassischen Vasen. Die Jury ist beeindruckt, wie sie komplexe Techniken schon heute beherrscht und ermutigt die Weiterentwicklung der vielversprechenden Arbeit.

Alle nominierten Arbeiten sowie die ausgezeichneten Projekte sind noch bis zum 31. Oktober 2014 in den einzigartigen Räumen des Gutshofes Novazzano zu sehen. Die Ausstellung wird unterstützt von Pro Helvetia.

Zur Ausstellung erscheint ein 36-seitiger, vierfarbiger Katalog in der Reihe Handwerk (Dokumentation des Kurszentrums Ballenberg).

Die Jury:
• Matthias Haupt, Verleger, Bern
• Adrian Knüsel, Keramiker und Leiter Kurszentrum Ballenberg, Luzern
• Ortrud Nicoloff, Galeristin und Gestalterin, Yverdon-les-Bains
• Barbara und Elisabeth Schürer, Fondation Jumelles, Bern

Hofstetten, 06.09.2014

PDF des Jury-Berichtes

Kurszentrum Ballenberg

Die PreisträgerInnen des Prix Jumelles 2014, umrahmt von den Stifterinnen.
Von links nach rechts: Barbara Schürer, Fondation Jumelles; Barbara Amstutz, Silberschmiedin; Karin Zehnder Dittli (Vertretung für Viktor Dittli), Werkspuren; Heinz Baumann (in Vertretung), Möbelschreiner; Valérie de Roquemorel, Glasbläserin; Elisabeth Schürer, Fondation Jumelles.

Bild: Nina Mann, Zürich